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Vor einigen Jahren stand ich anlässlich einer Skiausfahrt auf der
Panoramaaussicht Maschgenkamm auf 2000 Meter Höhe, genoss die Aussicht und
habe mir vorgenommen " hier muss ich unbedingt mal mit dem Modellflieger
hin".
Am Wochenende 14.8 - 16.8.2009 war es dann soweit. Die IG-Nurflügel der Schweiz hat eingeladen zum traditionellen Nurflügeltreffen am Flumserberg. |
| Freitag. Die Wettervorhersage passt für das gesamte Wochenende. Das Navi ist programmiert auf die kürzeste Strecke. Thomas, Toni, Bernd und Ich treten am Freitag frühzeitig die Anreise an. Nach 3 Stunden Anreise, entlang dem wunderschönen Walensee haben wir das Ziel erreicht und stehen vor dem Hotel Cristal am Tannenboden - Flumserberg. Wir laden aus und beziehen die Zimmer. Nach dem Lösen der Liftkarte fahren wir gleich zum Gipfel. Da sollen nach der Aussage vom Wirt ja schon die Kollegen sein und fliegen. Oben angekommen erleben wir Flachlandflieger jedoch gleich die Ernüchterung. Steiles und steiniges Gelände und das am Startplatz der Paraschirmflieger. Thomas und ich erkunden ein bisschen die Gegend (wir suchen einen besseren Landeplatz). Dabei werden wir mit wunderschönen Ausblicken in das Tal und Natur pur belohnt. | |
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| Wir sind am Anreisetag noch
keinen Meter geflogen, denn die mitgebrachten Flieger sollen ja die
nächsten 2 Tage halten. So treffen wir uns nach dem Abstieg im
Restaurant zum Kaffee und Ovo. Gegen Abend kommen Bernd und ich am
nahegelegenen Hang doch noch einige Stunden zum fliegen. Die
Abendthermik ermöglicht uns zusammen mit dem Elektroantrieb noch
ausgiebige Flüge. Der Startplatz ist auf dem obigen 2 Bilder zu sehen und
liegt ca. 20 Minuten vom Hotel. Eine Aufschrift "Modellfliegerbänkli" auf einer
alten verwitterten Bank
weist darauf hin, dass hier öfters Modellflieger am Werk sind.
Am Abend werden wir ausgiebig mit der Asiatischen Küche vom Wirt Beat belohnt. Mit einheimischen Witz unterhält er uns hierbei den ganzen Abend. Um den Daheimgebliebenen etwas "wässrige Zunge" zu bereiten. Es gibt diesen Abend Schweinfleisch süß - sauer, Rindfleisch mit Ingwer, feinen Fisch, Geflügel in Currysoße und viele, viele Eimer klebrigen Reis. Laut Beat muss dieser aber so sein. Und der Geschmack vom Reis gibt ihm recht. Einige Flaschen vom heimischen Wein und eine gesponserte Flasche Kirschwasser vom Wirt sorgen hierbei für die notwendige Bettschwere. |
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Samstag. Nach einem ausgiebigen Frühstück treffen wir uns zum
Aufstieg an den Startplatz. Da heute der Wind wie gestern steht, fahren wir
nicht zum Gipfel sondern an den gestrigen Startplatz. Mit der Begrüßung
durch Eugen und einer kurzen Rede, anlässlich dem 10-jährigen Bestehen
leitet er den Aufstieg ein. Diese fällt wirklich kurz aus und endet mit den
Worten: ihr wisst ja ich bin kein guter Redner... - Eugen, dafür hast Du
dieses Meeting wieder hervorragend organisiert. Danke für Deine Mühe. Nach 20 Minuten Aufstieg sind wir am Startplatz angekommen. Die Modelle werden ausgepackt und gleich montiert. |
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| Auch Bernd ist vorsichtiger mit der Bergsonne geworden seit dem Vereinsurlaub in Schröcken. Mehrere Schichten Sonnecreme sollen ihn heute vom Sonnenbrand schützen. Auch Eugen ist mit seinen Kollegen eingetroffen. Wir sind somit alle am Startplatz versammelt, der notwendige Aufwind lässt leider noch auf sich warten. | |
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| Die Kollegen versuchen viele Gummiseilstarts. Thomas und ich haben einen tollen Aussichtspunkt im Schatten der Tannen gefunden. Linker Hand geht es 800 Meter in der Tiefe, zur Rechten schauen wir den startenden Modellen zu. Diese werden hochgeschossen und landen wieder. Heute benötigt der Aufwind auch ein bisschen länger. So wie dieser aber auffrischt kann geflogen werden. | |
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Ab ca. 15 Uhr geht es dann nur noch nach oben. Die ersten Piloten haben den Blick
zum Himmel gerichtet und Eugen startet gerade seinen Shark mit dem
Gummiseil. Der Startvorgang geht rasend schnell vor sich. Wenn solch eine
Schnappschuss dann mit dem Foto gelingt muss dieser unbedingt auf diese Seite.
Jetzt kommen auch unsere Gritter zum Einsatz und die Tabus von Toni und Thomas erzielen heute längere Flugzeiten. Der Tabu von Thomas kreuzt die Flugbahn von einen weiteren Pfeil. Dieser schlägt danach grundlos ein. Eugen war so fasziniert von dieser Begegnung, dass er nicht mehr nach seinem Modell geschaut hat. Es ist nicht schlimmes passiert. Doch ein bisschen steckt ihm der Schrecken und auch etwas Ärger im Bauch. Der Aufwind hält heute bis zum Abend an. Und so wird geflogen bis 19 Uhr das Abendessen ruft. Beat, der Wirt hat heute 3 Stunden einen Schweinehals mit Rübli, Sellerie und sonstigem Gemüse bei 90 Grad gegart. Das Fleisch ist dadurch fantastisch zart. Das gegarte Gemüse dient als Grundlage für die Soße, so erklärt Beat. Auch dieses Essen mundet hervorragend. Satt fallen wir wieder heute wieder in das Bett. So ein Tag am Berg ist schon anstrengend. |
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| Sonntag. Gestern haben wir bis 15 Uhr gewartet, bis wir fliegen konnten. Daher wollen wir heute auf den Gipfel. An der Bergstation angekommen wandern wir ca. 20 Minuten rechts am Berg entlang. Auf einem Grat angekommen lassen wir uns nieder. An dieser Stelle können wir nach 3 Richtungen fliegen. Doch der Wind lässt auch heute auf sich warten. Ab und zu kann eine Thermikablösung genutzt werden und es sind kurze Flüge möglich. Der Landplatz ist an dieser Stelle ohne Felsbrocken und so bleiben die Modelle weitgehend heile. Wir haben heute eine tolle Fernsicht und so ist in der Lücke der Kurfürsten der Säntis sichtbar. Dieses Bild sehen wir so schnell nicht mehr wieder und muss festgehalten werden. Auch so gegen 15 Uhr frischt der Wind auf. Und so wird der Himmel innerhalb kurzer Zeit holzhaltig. Über Publikumsverkehr und vorbei fliegende Gleitschirme können wir uns heute nicht beklagen. Hier ist beim Fliegen größte Vorsicht geboten. | |
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Und so kommt heute, nach langer Liegezeit der Hai wieder mal zum Einsatz.
Doch so richtigen Spaß bereitet das nicht. Bei diesen Verhältnissen fliegt
der leichte Nuri eher rückwärts. Im Kampfeinsatz stoßen Toni und Stefan in
der Luft zusammen und stutzen sich die Winglets. Ein Kollege steuert das
Modell von seinem Nachbar und am Hang schlägt ein herrenloses Modell ein.
Bernd findet heute kein Ende beim Fliegen und hält durch bis zuletzt. Wir verköstigen uns währenddessen mit Kaffee und Apfelstrudel am Bergrestaurant und lassen so auch diesen Tag ausklingen. Mit der letzten Talfahrt gegen 17 Uhr beenden wir den heuten Tag und treten die Heimreise an |
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Wir hatten zusammen mit der IG-Schweiz ein schönes Wochenende und fühlten uns hier
wieder sehr wohl. Die gewählte Unterkunft samt Verpflegung war makellos und
kann weiter empfohlen werden. Hier hat sich der Wirt wirklich große Mühen
gegeben. Zusammen mit den Frauen hat er Wanderungen durchgeführt und so bei
diesen einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Die Modelle blieben weitgehend heile und wir freuen uns
schon jetzt auf das nächste treffen 2010.
Nochmals ein Dankeschön an Eugen von der MBG-Radolfzell, vertreten durch Toni, Thomas, Bernd und Gerhard. |
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| Gerhard Kenner |